Warum löst sich der Kern aus Dyneema vom Mantel bei meinem Tauwerkendstück?

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Warum löst sich der Kern aus Dyneema vom Mantel bei meinem Tauwerkendstück?

Üblicherweise wird Tauwerk in der Riggingwerkstatt mit einem Heißschneider abgelängt und die Schnittkanten gleich mit verschmolzen. Bei doppelt geflochtenem Tauwerk (Kern und Mantel aus Polyester) ist diese Verschmelzung sehr dauerhaft, weil die gleichen Fasern verwendet werden. Anders sieht es bei Kern-Mantel-Geflechten aus, deren Kern aus HMPE-Superfasern besteht und im Mantel Polyesterfasern nutzt. Diese Kombination kann nicht miteinander verschmelzen und löst sich im Segelalltag an Bord. Dann kommt es zur Situation, dass Kern und Mantel voneinander gelöst sind.

Wie kann ich den Tampen (Endstück) einer Leine sinnvoll bearbeiten?

Bei Premiumropes empfehlen wir entweder einen Augspleiß oder einen Takling für die losen Enden einer Leine. Ein Takling verhindert, dass sich die geflochtenen Litzen aufdröseln und der Mantel sich gegenüber dem Kern verschiebt. Dafür benötigst Du Takelgarn und Nadel sowie ein Segelmacherhandschuh für eng geflochtenes Tauwerk. Die Länge des Takling sollte ein- bis anderthalbmal der Durchmesser des Tauwerks sein.

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Warum wird der Takling nicht standardmäßig auf allen Tampen aufgebracht?

Die Takler bei Premiumropes können alle Leinen mit Augspleiß oder Takling ausführen. Wir setzen gerne die Wünsche unserer Kunden um und bieten im Bestellprozess eine bequeme Auswahl an.
Nichtsdestotrotz gibt es Seglerinnen und Segler, die die Takelarbeiten lieber selbst durchführen und diese benötigen Leinen ohne Bearbeitung an den Enden. Mit einem bereits aufgebrachten Takling wären Spleiße nicht weiter möglich. Aus diesem Grund liefert Premiumropes die Leinen ohne weitere Bearbeitung aus, sofern nicht anders gewünscht.

Wie wird ein genähter Takling ausgeführt?

Wir haben die Technik aus unserem Workshop in diesem Video festgehalten. Durch die Vernähung am Anfang und zum Ende des Takling können sich die Wicklungen nicht lösen und Kern bzw. Mantel sind miteinander verbunden.


Welche Werkzeuge benötige ich für einen Takling

  • - Takelgarn aus Polyester, verfügbar in 11 Farben
  • - Segel- oder Takelnadeln
  • - Segelmacherhandschuh, um Nadeln durch festes, eng geflochtenes Tauwerk zu drücken

 

Warum gibt es Takelgarn aus Polyester und aus Stirotex und hat die Konstruktion (geflochten bzw. gedreht) eine Bedeutung?

Für die allermeisten Anwendungen nutzen wir bei Premiumropes geflochtenes Takelgarn aus Polyester, welches gewachst ist. Damit gelingen Taklinge sehr einfach.

Polyestertakelgarn gibt es in gedrehter Konstruktion mit drei Litzen oder geflochten aus vielen feinen Litzen. Die Auswahl hat viel mit persönlicher Präferenz zu tun. Das gedrehte Takelgarn ist rund und man ohne Mühe viele schöne Wicklungen im Takling hinbekommen. Bei Ø0,8mm Durchmesser ist es für dünne Leinen prima geeignet. Die geflochtene Konstruktion hat einen Nenndurchmesser von Ø1,0mm. Es ist allerdings sehr offen geflochten, weshalb der Takling nicht stark aufträgt und sehr flach ist.

Bei verjüngten Regattaleinen wird Takelgarn aus der HMPE-Superfaser Stirotex verwendet, weil die Abriebbeständigkeit viel besser ist und die Übergangsstelle häufig unter Last über Rollen geführt wird. Mit Stirotex Takelgarn erhöht sich die Lebensdauer erheblich.

 

Tampen, Ende und Leine. Was ist der Unterschied?

Tampen bezeichnet in der Seemannssprache das Endstück einer Leine
Das Ende ist ein seemännischer Ausdruck für ein Seil.
Seil und Leine werden häufig synonym verwendet, allerdings wir die Leine meist mit dem Anwendungsfall (Zweck) zusammen genannt.

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